Sonntag, 25. November 2012

Die hochansteckende Sechseckkrankheit

Lange Zeit verfolgte ich den Sechseck-Patchwork-Wahn im Natron und Soda-Forum teils fasziniert, teils kopfschüttelnd. Handnähen ist mir eigentlich ein Graus, Sticken, ok, aber nähen? No way. Nun bin ich seit Juli allerdings nicht ganz in der Nähe meiner Wohnung beschäftigt und sitze jeden Tag eine Stunde im Zug. Und mein neuer Laptop ist so dünn, dass er in der alten Hülle herumschlottert.

Ob der Schönheit bin ich mir noch nicht sicher, aber immerhin habe ich einiges über Patchwork gelernt:

  1. Es macht durchaus Spaß, so man denn sonst nichts zu tun hat.
  2. Es ist durchaus sinnvoll, dass "Patchworkstoffe" verkauft werden, denn nicht alles passt so gut zusammen, wie man denken könnte *hust*.
  3. Nicht die Kantenlänge und den Durchmesser verwechseln, sonst muss man noch was anstückeln *ähäm*.
Gefüttert noch bunter, zwischendrin zwei Lagen ausrangierte Ikea-Fleecedecke, Verschlusstechnik wie sie sich schon bei der Tablet-Hülle bewährt hat. Gequiltet habe ich um die Blümchen außen herum, weil ich nicht direkt über die Handnähte mit der Maschine nähen wollte. Wahrscheinlich dämlich und ich ärgere mich auch etwas über mich selbst, weil es leicht chaotisch aussieht. 




Montag, 29. Oktober 2012

Für eine Patchworkdecke hat es nicht gereicht...

Ich habe einige Shirts aussortiert. Bald hängen sie an der Wand. So muss ich die ausgeleierten Dinger nicht mehr tragen und habe sie trotzdem noch bei mir.

Außerdem eine gute Ausrede, mal wieder mehr Bilderrahmen auf dem Flohmarkt zu kaufen *hüstel*...



Donnerstag, 4. Oktober 2012

Es hat sich ausgeheiratet!

So ein Hochzeitskleid ist eine fiese Sache: Ach so wichtig und nur zu einem einzigen Anlass tragbar. Meines war daher von Anfang an darauf ausgelegt, später gefärbt zu werden, damit ich es weiterhin tragen kann. Ich hatte mich für ein helles graublau entschieden. Letztes Wochenende fühlte ich mich spontan mutig und habe es mit der Farbe in die Waschmaschine geworfen. Es ist etwas blauer geworden, als in meiner Vorstellung, aber ich glaube, ich bin für's erste zufrieden damit. Wenn ich es beim Tragen dann immer noch zu blau finde, gehe ich nochmal mit etwas mehr grau drüber. Schön, dass man die Stickerei jetzt deutlich besser sehen kann, weil sie etwas mehr Farbe angenommen hat, als der Stoff. Das ist Simplicol Jeansblau und Grau 1:1 gemischt, je 50 mL. Ich finde sehr faszinierend, wie anders es jetzt plötzlich wirkt.



Das Strickjäckchen wurde mitgefärbt:



Die Schuhe auch. Nach einem Tipp im NuS-Forum habe ich die Schuhe abgeklebt (mit Malerkrepp) und dann die verdünnte Farbe mit einem Pinsel aufgetragen. Von der Menge habe ich mich nach den Angaben für Färben ohne Waschmaschine gerichtet, allerdings nur 100 mL statt 6 L.

Vorher:



Eingepinselt:


Fast trocken (sorry, schlechtes Handyfoto von heute morgen, es war noch zu dunkel):



Samstag, 18. August 2012

And with strange aeons even dice may die

Der kleine Kerl hier tauchte plötzlich aus meinen Wollresten auf und fing an, Würfel zu fressen. Daher habe ich ihn ganz schnell in einen Umschlag gepackt und nach Paris geschickt...

Anleitung: Dice Bag of Doom (Ravelry-Link, braucht also vermutlich einen Ravelry-Account)

Die Anleitung ist super, nur der resultierende Beutel wirklich sehr klein. Aber dafür niedlich. Und wer will schon einen Riesen-Cthulhu im Schrank...




Sonntag, 12. August 2012

Das Leben ist zu kurz für unbequeme Kleidung

Röhrenhosen schön und gut, aber bequem ist was anderes, besonders, wenn man zwar kleine Kleidergrößen trägt, aber dennoch dicke Waden hat. Deswegen habe ich, als ich in den letzten zwei Tagen meinen ToDo-Stapel abgearbeitet habe, nicht nur Knöpfe angenäht und Löcher gestopft, sondern auch Hosenbeine erweitert. Eine (gekaufte) Röhrenjeans in schwarz wurde mit einem Rest blümchengemusterten Feincords in eine leicht schlagige, bequemere Version verwandelt. Vorher:



Hosenbeine aufgetrennt, außen etwas weiter als innen, und ca. 13 cm pro Keil Saumweite hinzugefügt:



Freitag, 10. August 2012

Das Kleid in Gesamtansicht

Ok, fast gesamt, der Kopf fehlt ;-)

Details habe ich ja schon gepostet, nun also ein paar Gesamtansichten.




Von hinten gibt es als Gesamtansicht nur dieses eine Bild, und da sieht das Oberteil wild faltig aus, weil ich den Arm so nach hinten biege. Naja, egal :-)


Samstag, 30. Juni 2012

Hochzeitskleid - Details

Die "offiziellen" Fotos sind noch nicht da, also gibt es erstmal Detailfotos der Stickerei. Wie bei der Clutch habe ich die Stickmuster-Vorlagen mit hochgeladen.


Die Stickmuster dürfen gerne genutzt werden, aber nur nicht-gewerblich und unter Erwähnung der beiden Quellen (Herr der Ringe und ich ;-) ).
The stitching patterns may be used, but only non-commercially. Please cite the two sources (LOTR and me ;-) )

Der Stoff ist ungebleichte Bio-Baumwoll-Popeline von Siebenblau. Das Oberteil ist mit dem Oberstoff gefüttert, der Rock mit normalem Polyesterfutter, hier gezeigt. Nähgarn war auch Öko, von Siebenblau. Stickgarn gibt es hier wohl nicht in Bio, daher das ganz normale merzerisierte. Insgesamt habe ich gut 112 m verstickt.

Angefangen mit Sticken habe ich am Oberteil, einmal um den Ausschnitt herum, mit diesem Muster; da erkennt man wohl noch am besten die Ähnlichkeit zur Herr der Ringe-Vorlage (Türbogen).



Daraus wurde dies (die Schneiderpuppe ist etwas zu dick für das Kleid, komische Falten ergeben sich):



Die Mitte des Musters befindet sich im Nacken - ein Foto von der Feier wegen der kleinen Silberblümchen, die übrigens von Elemiah Delecto stammen:



Auf der Hüfte befindet sich, vorn und hinten gleich, das folgende Muster, jeweils an der rechten Kante in der Mitte gespiegelt, die Ranken gehen seitlich an den Hüften nach unten:



Das habe ich tatsächlich aufgestickt, als das Kleid schon zusammengenäht und gefüttert war; ich hatte den Saum bestickt und es dann zusammengenäht, und danach kam es mir noch zu nackt vor. KEINE gute Idee, die Kellerfalten in der Mitte und der seitliche Reißverschluss machen das wirklich, wirklich unangenehm.



Entlang des Saumes (an den Seitennähten an der linken Kante gespiegelt) und die mittigen Kellerfalten ein gutes Stück hoch befindet sich der größte Teil der Stickereiarbeit mit diesem Muster:



Und so sieht es aus:



Was fehlt noch? Ah, die Schuhe. Natürlich nicht selbstgemacht, aber ich fand, sie passten perfekt. Nachdem ich alle veganen Schuhläden online durchwühlt hatte und nichts, aber auch gar nichts fand, das mir zusagte, habe ich bei Deichmann geschaut. Und siehe da:



Ich hoffe, das Spitzenartige ist Baumwolle, denn das Kleid wird demnächst gefärbt, dann könnte ich die Schuhe mitfärben. Momentan rangiert ein helles grau-blau am höchsten auf der Farbideenliste. Noch mehr Vorschläge?

Ein Strickjäckchen hatte ich auch - gebraucht auf Ebay ersteigert - aber da das Wetter so gut war, hatte ich es nur einmal kurz draußen an, als es am Abend kühler wurde. Ich spare mir daher das Foto :-) Wird auch mitgefärbt...