Samstag, 5. Januar 2013

Zu duster für Fotos dunkler Hosen


Seit Tagen wird es nicht richtig hell, aber noch habe ich Urlaub, also kann ich nähen und Fotos machen. Auch wenn sie ziemlich übel aussehen. Die Fotos... nicht die Nähwerke.

Der Stoff ist ein anthrazitfarbener Baumwollstoff, den ich aus Paris noch habe. Der Schnitt ist Burda, ein einzelner Kaufschnitt, und liegt schon seit Urzeiten bei mir herum... Etwa seit dieser Hose - ich meine, die Schnitte hätte ich damals zusammen gekauft. Sitzt nicht gerade figurnah, aber schön bequem.



Oben habe ich am Schnittmuster gnadenlos 4 cm abgesäbelt (unterm Bund), weil ich es satt habe, dass diese blöden Burdahosen immer in der Taille hängen. Absolut nicht zeitgemäß. Außerdem habe ich die Taschen relativ willkürlich verteilt.



Sonst recht streng nach Anleitung, was vermutlich blöde von mir war. Erstens gibt es keinen Untertritt. Soll ich nun also meine zarten Bauchflausen im Reißverschluss einklemmen, oder was?? Musste ich also nachträglich reinnähen. Zweitens sind auf der technischen Zeichnung die Gürtelschlaufen vernünftig platziert, in der Anleitung selbst dann aber völlig blöde. Auftrennen ftw. Und drittens war die Hose hinten am Rücken viiiiiel zu weit. Ich habe sie enger genäht, aber es sieht jetzt etwas lustig aus. Naja, egal. Kam ja noch eine Gürtelschlaufe drüber.



Dienstag, 1. Januar 2013

Fischlein, Fischlein an der Wand

Unser Badschrank hat zwei Türen, aber faktisch drei Fächer, das mittlere lässt sich nur nicht öffnen. Dahinter herrscht das Chaos, weil alles in die Mitte rutscht und dort nie wieder vorkommt. Um das wenigstens teilweise zu beheben, gab es heute eine Reihe kleiner Becherchen. Mit Fischen drauf. Glaube ich. Drin ist bis jetzt nur kleinteiliger Haarkram - Haarnadeln, kleine Klammern, etc.



Das zweite Bild ist nur dabei, weil ich dieses großartige Bild, das an der Tür hängt, mal zeigen wollte. Leider habe ich keine Ahnung, von wem es ist. Es war mal auf den Tüten des TASCHEN Verlags.



Montag, 31. Dezember 2012

Zombologie in letzter Minute


Da wurde eben noch ein Weihnachtsgeschenk dieses Jahr fertig. Ein nachträgliches. Von Weihnachten 2011 *huuuust*. Ist aber tatsächlich nicht meine Schuld - letztes Jahr habe ich wegen des großen Umzugs einige Gutscheine verschenkt, und für diesen musste der Mann auswählen, ob er was für das Wohnzimmer, die Küche oder das Auto haben möchte - er wählte Wohnzimmer - und ein Zitat aufschreiben, was er erst Anfang Dezember tat.

Seit ich das Tutorial auf Para Noire gesehen hatte, wollte ich nämlich unbedingt mal Nitrofrottage ausprobieren. Nun habe ich, und bin ziemlich begeistert. Wobei ich nie wieder so was Großes machen will, das war schon sehr mühsam. Und Sommer wäre empfehlenswert, im Winter mit offenem Fenster wird durchaus frisch. Verwendet habe ich "Universal-Verdünner" aus dem Baumarkt, gerubbelt mit der Rückseite eines alten Kochlöffels.

Sorry, das Bild hat Photobucket irgendwie zerschossen, und nun ist Photobucket tot und ich hab keine Lust, das Bild woanders zu suchen...

Samstag, 29. Dezember 2012

Wichteln


Dieses Jahr hatte ich endlich wieder Zeit, beim Natron und Soda-Weihnachtswichteln mitzumachen. Bewichteln durfte ich Nerwen, die sich nach eigenen Angaben ziemlich gefreut hat. Gewünscht war eine Brettchenborte, Farben egal, muss nicht unbedingt "A" sein, aber auf eine Gugel passen. Nun gut, hier mein Ergebnis. Muster: Ranke auf flinkhand.de.



Nicht authentisch, aber laut Flinkhand findet man das Muster trotzdem ständig auf Mittelaltermärkten, von demher denke ich, dass es passt. Verpackt habe ich es in einem Rest Wollstoff meines Burdamantels, mit zwei kleinen umstickten Löchern, um eine Fibel als Verschluss reinzufriemeln.




Die Fibel stammt aus meiner Schwedenzeit, ich habe sie auf der Mittelalterwoche in Visby gekauft, aber nie verwendet. Na dann wird es Zeit, dass sie zu jemandem kommt, die sie auch ausführt. Sicherheitshalber habe ich das Päckchen auch noch an ein paar Stellen mit ein paar Stichen gesichert, damit es nicht aus Versehen aufgeht und alle Überraschung verdirbt.

Ein passendes Kärtchen habe ich auch noch im Fundus entdeckt: Schwertkampfanleitungen aus einem mittelalterlichen Fechtbuch, ausgestellt im Mittelaltermuseum in Paris.




Freitag, 28. Dezember 2012

Weihnachten 2012


Habe für die Lieben ein wenig gewerkelt. Da hätten wir:

- Stulpen: Heather's Mitts - verkürzte Version



- Zwei Lesezeichen, Demi Chevron Bookmark und Shetland Bookmark




- Für die Nachbarin, die mich ihren Ofen benutzen ließ, als sich meiner mitten in der Plätzchenbackorgie verabschiedet hat: ein Blättchen-Lesezeichen.



- Eine Tablett-Hülle für den Liebsten.




Montag, 3. Dezember 2012

Dinosauriertarnpower

Meine fast drei Jahre alte iPhone-Hülle von bäumig hat in den letzten Wochen ein Stadium erreicht, in dem sie wirklich nicht mehr hübsch aussah. Gut, man hätte sie mal waschen können, aber nachdem sich an mehreren Ecken auch der Stoff durchgescheuert hat, hätte das wohl böse geendet.



Da Frau bäumig momentan leider nichts verkauft, musste ich selber ran. Zum Glück hatte ich da noch einen wunderbaren Tarn-Dino-Stoff aus Paris!



Erste Erkenntnis: Ich habe keinen farblich passenden Klettverschluss. Zweite Erkenntnis: Mein Erdbeerlogo passt nicht zu Dinos. Also schnell innen verstecken.



Dritte Erkenntnis: Ich sollte mal wieder ordentlicher nähen. Wenn ich für mich selbst nähe, bin ich in letzter Zeit sehr nachlässig. Aber egal, die Dinos machen alles wett. Am besten finde ich den kleinen weißen direkt am Klettverschluss, der so freundlich die Ärmchen ausbreitet.





Sonntag, 25. November 2012

Die hochansteckende Sechseckkrankheit

Lange Zeit verfolgte ich den Sechseck-Patchwork-Wahn im Natron und Soda-Forum teils fasziniert, teils kopfschüttelnd. Handnähen ist mir eigentlich ein Graus, Sticken, ok, aber nähen? No way. Nun bin ich seit Juli allerdings nicht ganz in der Nähe meiner Wohnung beschäftigt und sitze jeden Tag eine Stunde im Zug. Und mein neuer Laptop ist so dünn, dass er in der alten Hülle herumschlottert.

Ob der Schönheit bin ich mir noch nicht sicher, aber immerhin habe ich einiges über Patchwork gelernt:

  1. Es macht durchaus Spaß, so man denn sonst nichts zu tun hat.
  2. Es ist durchaus sinnvoll, dass "Patchworkstoffe" verkauft werden, denn nicht alles passt so gut zusammen, wie man denken könnte *hust*.
  3. Nicht die Kantenlänge und den Durchmesser verwechseln, sonst muss man noch was anstückeln *ähäm*.
Gefüttert noch bunter, zwischendrin zwei Lagen ausrangierte Ikea-Fleecedecke, Verschlusstechnik wie sie sich schon bei der Tablet-Hülle bewährt hat. Gequiltet habe ich um die Blümchen außen herum, weil ich nicht direkt über die Handnähte mit der Maschine nähen wollte. Wahrscheinlich dämlich und ich ärgere mich auch etwas über mich selbst, weil es leicht chaotisch aussieht.